Zahngesundheit

28.12.2018

Was sagt die Zahnärztin über Xylit – eine gesunde Zuckeralternative für den Mundraum?

Kennen Sie die Facts über Xylit? In den letzten Jahren hat die Zuckeralternative auch als potenzielles Zahnpflegemittel an Beliebtheit gewonnen. Wenn Sie sich gerade fragen, wie etwas Süßes Ihre Mundgesundheit verbessern soll, befinden Sie sich in guter Gesellschaft. Mit diesem Beitrag wollen wir über Xylit aufklären.

Die Entstehung von Karies

Viele Menschen denken, dass Zucker die alleinige Schuld an den Löchern in den Zähnen trägt. Dabei ist das nur die halbe Wahrheit. Karies ist das Resultat einer (übertragbaren) Infektionskrankheit, verursacht durch eine der vielen in Ihrem Mund lebenden Bakterienart, Streptococcus mutans. Diese Bakterien ernähren sich vom Zucker, den Sie essen. So produzieren sie Säure, die zur Erosion des Zahnschmelzes, zur Plaque-Produktion, zu Zahnfleischerkrankungen, zu „Löchern“ und sogar zu Zahnverlust führen kann.

Wendet Xylit die Gefahr von Karies ab?  

Xylit ist für diese Bakterien unverdaulich. Fakt ist, dass dies die Anzahl der Bakterien und ihre negativen Auswirkungen verringert. Xylit erhöht den pH-Wert des Mundes und schafft eine basische Umgebung, die das Wachstum der Bakterienstämme einschränkt. Es kann einen höheren Kalziumspiegel im Speichel erzeugen, der zur Zahnschmelzproduktion beiträgt.

Merke: Nach Angaben der American Academy of Pediatric Dentistry muss die Menge an zugeführten Xylit im Bereich von drei bis acht Gramm liegen und über den Tag verteilt aufgenommen werden.

Wo steckt Xylit drin?

  • Kaugummi: Informieren Sie sich, wie viel Xylit jede Kaugummi-Einheit enthält, und ob noch andere Zuckeraustauschstoffe (wie Sorbit oder Aspartam) enthalten sind.
  • Pfefferminze und Bonbons
  • Xylit-Granulat: Kann zum Backen verwendet werden. Ersetzen Sie damit raffinierten Zucker.
  • Sirup: Eine Option für Kinder unter vier Jahren sein

Fakten: Pro und Kontra Xylit

Studien, die zeigen, ob Xylit tatsächlich Karies vermeidet, sind schwierig durchzuführen. Deshalb ist es momentan wissenschaftlich umstritten, ob diese Aussage stimmt.

Sehen wir uns die weiteren Fakten genauer an:

„Natürlich“ bedeutet nicht unverarbeitet
Xylit kommt auf natürliche Weise in Obst und Gemüse vor. Um es in der im Handel erhältlichen Form zu verkaufen, muss es jedoch stark industriell verarbeitet werden. Die beste Quelle für Xylit sind Hartholzbirken, nicht (gentechnisch veränderte) Maisprodukte.

Xylitol ist nicht kalorienfrei
Xylit ist nicht zuckerfrei, enthält jedoch 40 % weniger Kalorien als Zucker. Es enthält einen glykämischen Index von 7. Zucker den von 84. Das bedeutet, dass sich Xylit im Gegensatz zu anderen natürlichen Süßungsmitteln wie Stevia auf den Blutzuckerspiegel auswirken kann.

Xylitol kann Magen-Darm-Probleme verursachen
Xylit zieht, wie andere Zuckerarten auch, Wasser in den Darmtrakt. Das kann zu Blähungen und Durchfall führen. Um Nebenwirkungen zu minimieren, empfehlen Experten, Den Körper langsam an Xylit zu gewöhnen. Die Einnahme gesteigerter Mengen über einen Zeitraum von einer Woche oder mehr ist ratsam.

Fazit: Xylit kann eine gesunde Alternative sein

Xylit hat seinen Platz in der Zahnhygiene. Es wäre extrem zu sagen, dass die Zuckeralternative die Zahnbürste und Zahnseide ersetzen kann. Ebenso unausgeglichen wäre es zu behaupten, dass es überhaupt keine Vorteile für die Mundpflege hat. Wenn Sie Ihren Mund- und Rachenraum hegen und pflegen wollen, reicht Xylit alleine aber nicht aus.  

Informieren Sie sich stattdessen regelmäßig über neue Themen, planen Sie Besuche beim Zahnarzt ein, essen Sie gesund und gewöhnen Sie sich eine tägliche Zahnputz- und Zahnseide Routine an.

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