Warum Sie nach der Zahnspange einen Zahnstabilisator tragen sollten
Der große Tag ist endlich gekommen: Sie brauchen keine Zahnspange mehr. Sie sind erleichtert – und natürlich wollen Sie ein Leben lang Ihr schönes Lächeln genießen. Leider währt die Freude ohne Einwirkung von aussen nicht so lange. Schützen Sie Ihr Investment! Lesen Sie in diesem Artikel, warum Sie einen Retainer in Betracht ziehen sollten.
Was ist ein Retainer (Zahnstabilisator)?
Es gibt zwei Formen von Retainern, die ein Patient nach der Zahnregulierung tragen kann: einerseits sitzen die kieferorthopädischen Schienen fest, oder sie sind herausnehmbar. Ihr Zweck ist, dass sie die Erfolge der Zahnspange langfristig sichern.
Wenn Sie bei einem Zahnarzt eine kieferorthopädische Therapie machen, bewegt er ihre Zähne im Kieferknochen, damit und deren Position optimiert wird. Dafür wirkt er mit genau dosierten Kräften auf den Kieferknochen ein. Dadurch baut der Körper den Knochen auf jener Seite ab, zu der sich der Zahn hinbewegen soll. Auf der anderen Seite entsteht hingegen neuer Knochen.
Klingt, als ob dies nur in der Jugend möglich ist? Nein, denn der Knochenaufbau ist nicht an Wachstumsphasen gebunden.
Darum kommt ein Zahnstabilisator zum Einsatz
Es ist jedoch nicht nur der Knochen, der sich verändert, sondern auch das Gewebe und die Bindegewebsfasern im Mundraum. Stellen Sie sich vor, wie – nachdem Sie Ihre Zahnspange nicht mehr tragen müssen – die Zähne nach wie vor locker sitzen.
Bis zu vier Jahre besteht – aufgrund eines Lockerungsgrades der Zähne – die Gefahr eines sog. Rezidivs (Rückgang in die ursprüngliche Position). Gerade bei jungen Menschen, die sich noch im Wachstum befinden, können sich das Wachstum oder stark einwirkende Muskelkräfte negativ auswirken. Bei manchen Menschen kann es sogar vorkommen, dass sie lebenslang einen Zahnstabilisator tragen müssen, weil sie genetisch bedingt zu Fehlstellungen neigen.
Aus diesen Gründen müssen wir auch nach Abschluss der Behandlung dafür sorgen, dass ihre Zähne gut unterstützt werden. Ein Retainer sorgt dafür, dass die Zähne möglichst lange in ihrer neuen Position fixiert werden und sich stabilisieren.
Wie lange und wie oft müssen Sie einen Retainer tragen?
Je länger diese Retentionsphase dauert, desto besser wird das Ergebnis ausfallen. Eine Faustregel, die sich in unserer Praxis bewährt hat: Tragen Sie Ihren Retainer mindestens so lange, wie die Behandlung mit Ihrer Zahnspange bis anhin gedauert hat. Oftmals kann die Haltezeit auch länger sein.
Tragen Sie den Zahnstabilisator jede Nacht. Im ersten Jahr empfehlen wir 12 Stunden am Tag, danach können Sie auf 8 Stunden reduzieren.
Wichtig ist dabei, dass Sie Ihre Kontrolltermine beim Orthopäden einhalten. Bringen Sie Ihre Schiene immer mit, damit wir den Sitz und die Wirkung überprüfen können. Falls eine Korrektur vonnöten ist, können wir jederzeit Anpassungen an Ihrem Retainer vornehmen.
So pflegen Sie Ihren Zahnstabilisator
Es ist wichtig, dass Sie Ihren Behälter jeden Tag reinigen. Am einfachsten ist es, ihn mit einer Zahnbürste unter kaltem Wasser zu bürsten und abzuspülen.
Vermeiden Sie die Pflege des Retainers mit:
- Heißem Wasser
- Alkohol
- Haushaltsreiniger
- Einem Waschgang in der Spülmaschine
Diese Elemente können die Schiene verformen oder beschädigen.
Fazit: So währt das neue Lächeln lange
Bleiben Sie Ihrem Zahnstabilisator treu! Ansonsten kann es dazu kommen, dass sich die Zähne nach der Behandlung zurück in die ursprüngliche Position bewegen. Für uns Zahnärzte ist es wichtig, dass Sie Ihr Lächeln Ihr Leben lang lieben werden, weshalb ein Retainer die ideale Lösung ist. Vereinbaren Sie regelmäßig Kontrolltermine, um den Sitz der Schiene zu überprüfen.
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