5 Mythen über die Wurzelbehandlung
Schon das Wort „Wurzelbehandlung“ reicht aus, um vielen Menschen einen Schauer über den Rücken zu jagen. Das Bild eines Patienten, der seine stark geschwollene Backe hält, während er vor Schmerzen stöhnt, wurde durch Film, Fernsehen und Cartoons gefördert. Aber entspricht dieses Bild der Realität? Natürlich nicht.
Darum räumen wir heute mit 5 Mythen über Wurzelkanäle und bringen dafür die Fakten auf den Tisch.
Warum brauchen Sie eine Wurzelbehandlung?
Warum kommt es überhaupt zu Wurzelbehandlungen?
Das kann verschiedene Gründe haben. Die häufigsten sind:
- Abgebrochene oder beschädigte Zähne
- Tiefe Löcher im Zahn
- Ein Abszess
- Trauma
Wenn sich die Zahnwurzel entzündet oder infiziert hat, ist dies ein Zeichen dafür, dass Bakterien durch den beschädigten Zahnschmelz eindringen konnten.
Diese Infektion führt zu schmerzhaften Schwellungen und Druckempfindlichkeit.
Mythos Nr. 1 „Wenn etwas mit der Zahnwurzel ist, tut es immer weh“
Wurzelkanäle verursachen keine Schmerzen, sie lindern sie! Mit der heutigen modernen Anästhesie und Technologie ist ein Wurzelkanal nicht mehr schmerzhafter als eine einfache Füllung.
Mit einer Spritze sorgt Ihre Zahnärztin dafür, dass Sie nichts spüren und sich entspannen können. Danach entfernt sie die Schmerz-verursachende, infizierte Zahnmasse. Nach der Reinigung füllt sie das Loch wieder, um den Zahn vor eindringenden Bakterien zu schützen und den Zahnschmelz mit einer Füllung zu reparieren. Manchmal erfolgt auch der Verschluss mit einer Krone.
Mythos Nr. 2: Es ist am besten, den beschädigten Zahn entfernen zu lassen
Eine Zahnextraktion sollte immer die letzte Ausweichmöglichkeit sein. Kein künstliches Zahnimplantat ist so gut wie ihre eigenen Zähne. Ihr Zahnarzt sollte immer danach streben, den Zahn zu erhalten. Dank einer Wurzelbehandlung ist es möglich, den Zahn am Leben zu lassen.
Mythos Nr. 3: Sie brauchen nur eine Wurzelbehandlung, wenn der Zahn schmerzt
Manchmal ist eine Zahnwurzelinfektion so stark geworden, dass der Zahn tatsächlich stirbt. Sie spüren möglicherweise keine Schmerzen mehr, aber die Infektion ist immer noch vorhanden und schädigt die darunterliegende Knochenstruktur. Selbst an diesem Punkt kann ein Wurzelkanal die Zahnstruktur selbst noch retten. Routine-Zahnuntersuchungen sind wichtig, um Anzeichen einer Zahninfektion zu erkennen und sie zu behandeln, bevor sie schmerzhaft und schädlich wird.
Mythos Nr. 4: Wurzelkanäle erfordern mehrere Besuche beim Zahnarzt
Die meisten Wurzelbehandlungen können innerhalb von wenigen Stunden abgeschlossen werden. Wenn keine schwerwiegende Infektion vorliegt, dürfte ihr Zahnarzt sie nach einer oder zwei Behandlungen entlassen. Möglicherweise müssen Sie einmal in die Praxis zurückkehren, um den Zahn definitiv zu befüllen oder eine Krone aufzusetzen. Der Zustand des Zahns und die Schwere der Infektion bestimmen die erforderliche Behandlungszeit.
Mythos Nr. 5: Nach einer Wurzelbehandlung treten häufig Infektionen auf
Eine erneute Infektion der Zahnwurzel kann vorkommen, ist jedoch unüblich. Wenn die Infektion wieder auftritt, ist eine weitere Behandlung erforderlich. Die neuesten Füllmaterialien wurden jedoch speziell entwickelt, um die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Infektion zu verringern.
Mit 5 Mythen haben wir aufgeräumt. Tatsache ist, dass Sie Wurzelbehandlungen nicht mehr zu fürchten brauchen.
Wenn Ihre Zahnärztin das befürchtete Wort das nächste Mal ausspricht – sparen Sie sich das Herzklopfen. Dieses Verfahren kann Ihren Zahn retten und die Mundgesundheit in nur ein oder zwei Terminen sichern. Das ist doch fabelhaft!
Wenn Sie Angst haben oder sich unwohl fühlen, scheuen Sie sich nicht, uns anzusprechen. Viele Zahnarztpraxen sind inzwischen auf Angstpatienten spezialisiert – Sie sind nicht alleine.
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